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Videotrends 2019: Diese drei Vide­o­for­mate müssen Sie für jedes Video ein­pla­nen!

31 DEZ 18

4 Minuten Lek­türe — 2017 war das Jahr, wo die User erst­mal mehr Zeit für das Schauen von Videos auf ihren mobilen Endgeräten (Handy + Tablets) investiert haben, als auf den Desk­top-Geräten. Im Jahre 2018 belief sich der Durch­schnitt auf 35min pro Tag und für das näch­ste Jahr wird mit mehr als 45min im Schnitt gerech­net. Im Ver­gle­ich mit der Nutzung auf dem Desk­top (Durschnitt bei ca. 20min) ist dies mehr als dop­pelt so viel.

Die Wichtigkeit von «mobile-friend­ly» Videos wird also auch im Jahre 2019 nochmals mas­siv an Bedeu­tung gewin­nen und die Mar­ket­ing­welt muss Videos noch mehr auf die mobile Nutzung opti­mieren. Doch was bedeutet es über­haupt, ein Video «mobile-friend­ly» zu gestal­ten? Zwei Dinge sind hier­bei wichtig: (1) Ein Video muss ohne Audio auskom­men und (2) müssen gewisse Aspek­te betr­e­f­fend dem Vide­o­for­mat beachtet wer­den.

Ver­schiedene For­mate:

Bish­eriger Stan­dard und grossen­teils ver­wen­detes Vide­o­for­mat ist 16:9 (Quer­for­mat), also ein für hor­i­zon­tale Nutzun­gen opti­miertes For­mat wie zum Beispiel für TV- oder Desk­top­bild­schirme. Viele Bild­schirme der mobilen Endgeräte wur­den genau mit diesem Gedanken im 9:16 For­mat entwick­elt, so dass bei ein­er Bild­schir­m­drehung um 90 Grad ein Video trotz­dem im Voll­bild angeschaut wer­den kann.

Genau diese Drehun­gen definieren nun Face­book und Insta­gram aber als neg­a­tives Nutzer­erleb­nis und unterbinden diese Drehung in ihren Apps. Dies macht auch dur­chaus Sinn, denn vor allem bei kurzen Videos (Stich­wort: Sto­ry) wäre der Nutzer sein Handy kon­stant am hin und her drehen. Einzige Aus­nahme sind im Moment noch YouTube und IGTV (Insta­gram TV). Diese Apps unter­stützen im Moment noch diese Drehung, da auf deren Plat­tfor­men grössten­teils län­gere Videos pub­liziert wer­den und diese Drehung in Kauf genom­men wird.

Wird ein Video im Jahre 2019 für Face­book oder Insta­gram erstellt, sollte also mit dem Hochfor­mat gear­beit­et wer­den. Hier rück­en die bei­den ver­tikalen Hochfor­mate 4:5 und 9:16 ins Zen­trum. Bestes For­mat für Videobeiträge auf Face­book oder Insta­gram ist 4:5. Dieses ver­tikale For­mat füllt am meis­ten Bild­schirm­fläche pro Beitrag/Post aus. Da die Inhalte im Video gröss­er dargestellt wer­den als ein herkömm­lich­es Quer­for­matvideo und andere störende oder konkur­ren­zierende Inhalte in den Social Media Feeds ver­drän­gen, sind diese For­mate auch wer­betech­nisch inter­es­sant. Wer­den die Videos weit­er­hin im 16:9 For­mat gepostet, sind die Inhalte rel­a­tiv zum Bild­schirm eines mobilen Endgerätes gese­hen, sehr viel klein­er und schlechter zu erken­nen.

Möcht­en Sie Ihre Videos auch via Insta­gram Sto­ry, Face­book Sto­ry oder auch Snapchat bewer­ben und ihre direk­te Com­mu­ni­ty ansprechen, müssen sie auf das 9:16 Hochfor­mat zurück­greifen. Dieses For­mat füllt die meis­ten Handy­bild­schirme kom­plett aus.

Was gilt es bei der Pla­nung von Ihren Videos zu beacht­en?

Wir sind uns bewusst und ken­nen das Gefühl, dass ver­tikale Videos ungewöhn­lich sind. Wir alle hier sind grössten­teils noch mit den Quer­for­matvideos aufgewach­sen und es mag uns falsch erscheinen, ein Video im Hochfor­mat anzuschauen. Wenn nun aber die Nutzerin­nen und Nutzer der mobilen Geräte erre­icht wer­den wollen, braucht es hier ein Umdenken. Dieser Trend ist zwar mit etwas Aufwand ver­bun­den, doch bringt er auch eine ganze Rei­he neuer kreativ­er Möglichkeit­en mit sich.

Fra­gen Sie deshalb bei ihrer Videoa­gen­tur oder bei ihrer Video­pro­duk­tions­fir­ma nach, welche For­mate für Ihre Kanäle Sinn ergeben. Wir empfehlen ein Video im ursprünglichen 16:9 For­mat zu fil­men (für TV, Web, YouTube und IGTV) und nachträglich eine Vari­ante im For­mat 4:5 (Für Face­book und Insta­gram) zu erstellen. Der dafür zu Ver­fü­gung ste­hende Bil­dauss­chnitt ist ca. 45%.

Reine Hochfor­matvideos (für Sto­rys) lassen sich the­o­retisch aus einem 16:9 Video her­aus­rech­nen. Das Haupt­prob­lem ist hier aber, dass weniger als ein Drit­tel der ursprünglichen Bild­in­for­ma­tio­nen ver­wen­det wer­den kön­nen. Wichtige Hand­lun­gen im Video müssten sich also auch beim Quer­for­mat Video auf einem Drit­tel der zu Ver­fü­gung ste­hen Fläche abspie­len, was dann meist beim Quer­for­matvideo nicht sehr attrak­tiv wirkt.

Aus diesem Grund empfehlen wir, alle 9:16 Videos auch direkt so zu fil­men, daher die Kam­era bei allen Auf­nah­men zu drehen. Die Video­qual­ität wird mas­siv bess­er (mehr Pix­el) und das Fram­ing (Bil­dauss­chnitt) ist 1:1 dem, was auf der Kam­era aufgeze­ich­net wurde.

Mit den ver­schiede­nen For­mat­en ist der erste Schritt in Rich­tung «mobile-friend­ly» Videos geschafft. Genau­so wichtig ist aber wie erwäh­nt, dass Sie Videos auch ohne Audio pla­nen. Was es zu beacht­en gilt lesen Sie hier: Plan Your Video With­out Audio! (auf EN)

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