Film- und Video­pro­duk­tio­nen
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Event­filmer – Welche Skills sind gefragt?

11 DEZ 18

4 Minuten Lek­türe — Event­film­pro­duk­tio­nen unter­schei­den sich wesentlich von anderen Film­pro­duk­tio­nen, wie zum Beispiel einem Image­film. Events ver­laufen meist durchge­hend, über einen rel­a­tiv kurzen Zeitraum und einem fix­ierten Zeit­plan. Das Set­ting ist definiert. Die Möglichkeit eine Auf­nahme zu wieder­holen ist schwierig bis unmöglich. Im Ver­gle­ich zu anderen Pro­duk­tio­nen wo das Set­ting oder das «Rund­herum» bes­timmt wer­den kann, sind also andere Skills von einem Event­filmer gefordert.

Unsere Erfahrung zeigt, dass ein Filmteam unbe­d­ingt über die nach­fol­gen­den Skills ver­fü­gen sollte. Es soll keine voll­ständi­ge Auflis­tung sein, son­dern nur die Punk­te auf­greifen, welche sich bei uns und auch bei unser­er Suche nach guten Event­filmern immer wieder her­auskristallisiert haben.

Fit­ness – Event­pro­duk­tio­nen sind immer hek­tisch und deine Anwe­sen­heit ist eigentlich immer an drei Orten gle­ichzeit­ig gefragt. Schnelle Wech­sel der Per­spek­tiv­en und der Drehorte sind meist zwin­gend. Das Filmteam muss kon­stant in Bewe­gung bleiben, denn jede dop­pelte Auf­nahme ist eine Ver­schwen­dung der Zeit. Es wird ja höchst sel­ten eine gle­iche Per­spek­tive mehrere Male in einem Video ver­wen­det. Diese kon­stan­ten Wech­sel bedeuten also, dass man viel zu Fuss unter­wegs ist, was genau eine solche Grund­fit­ness benötigt. Man darf nicht faul sein und muss kurze Dis­tanzen im besten Fall auch joggend bewälti­gen kön­nen. Ins­beson­dere bei Sportver­anstal­tun­gen leg­en wir zusät­zlichen Wert auf diese Fähigkeit. Nicht zulet­zt auch weil oft­mals dynamis­che Auf­nah­men der Athleten/Teilnehmer erwün­scht sind.

Effizientes Arbeit­en ist von zwei Fak­toren abhängig: Ken­nt­nis der Kam­era und der Ken­nt­nis des Zeit­plans. Die Grun­dregel besagt, dass in möglichst wenig Zeit, eine möglichst bre­ite Anzahl an Auf­nah­men aufgenom­men wer­den soll. Wieder­holende Bilder sind zu ver­mei­den. Ken­nt ein Filmer trotz gross­er Even­ter­fahrung seine Kam­era nicht, so hat er wesentlich länger die Kam­er­ae­in­stel­lun­gen vor jed­er Auf­nahme neu zu justieren. Diese ver­lorene Zeit sum­miert sich dann auf Kosten von weit­eren Auf­nah­men. Die Ken­nt­nis des Zeit­plans erlaubt es ihm, an sin­nvollen Orten zu Fil­men, daher garantiert im End­ef­fekt, dass alle rel­e­van­ten Aspek­te der Ver­anstal­tung im Video repräsen­tiert sind.

Teamzeit­plan – Nicht nur der Eventzeit­plan sollte sich ein Event­filmer notieren, son­dern auch diesen von ganzen Filmteam. Durch die vie­len Stan­dortwech­sel kann es immer wieder vorkom­men, dass genau diese nicht funk­tion­ieren. Ein gutes Beispiel dafür war bei uns ein Sportevent, bei welchem ein Stan­dortwech­sel aus logis­tis­chen Grün­den mit­tels eines öffentlichen Busses einge­plant war.  Da der Bus nicht aufkreuzte musste unser Team­mit­glied die Strecke ren­nend bewälti­gen. Da die restlichen Team­mit­glieder aber über den Ablauf informiert waren, kon­nten sich diese aber kurzfristig umor­gan­isieren und schon ein zwei Bilder bis zum Ein­tr­e­f­fen des joggen­den Filmers aufnehmen.

Ani­mieren – Nicht immer lassen sich die gewün­scht­en Emo­tio­nen der Event­teil­nehmer erwis­chen. Der Event­filmer muss also auch ein Auge haben, welche Personen(-gruppen) er wie ani­mieren kann, damit anschliessend die vom Kun­den gewün­scht­en Emo­tio­nen im Video vorhan­den sind. Bei ein­er Demon­stra­tion hat­ten wir das Prob­lem, dass der Kunde eine aufge­brachte, sog­ar wütende Stim­mung zeigen wollte. Es war aber ein wun­der­schön­er Som­mertag mit fast per­fekt blauem Him­mel und die Leute haben eher aus­ge­lassen gefeiert als wütend protestiert. In einem solchen Moment muss der Filmer in der Lage sein, die Leute trotz­dem so anzus­tiften, dass sie auch mal die Faust in die Kam­era streck­en!

Wet­ter­fes­tigkeit – Es mag triv­ial klin­gen, aber bei Kälte und Regen zu fil­men (was bei Sportevents gut ein­mal vorkom­men kann) ist in der Film­branche nicht nor­mal und muss daher zu einem gewis­sen Grad auch erprobt sein. Es gilt das Equip­ment zu schützen z.B. bei Regen, zu wis­sen wie das Equip­ment auf externe Ein­flüsse wie z.B. Minustem­per­a­turen reagiert und den­noch aber auch genü­gend Auf­nah­men zu machen (z.B. mit län­geren Auf­nah­men dafür weniger Schnit­ten). Und man muss ein zusät­zlich­es Auge haben, um sich einzugeste­hen, wenn auch der Sicher­heit zuliebe keine weit­eren Auf­nah­men mehr möglich sind.

Wir wün­schen eine gute Even­tor­gan­i­sa­tion!

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